Die Welle – Fortsetzung von Lisa Krüger

Nachdem Herr Wenger verhaftet worden war, kam Herrn Schmitz die Idee, die „Welle“ weiterzuführen, doch er wollte sie noch strenger gestalten. Herr Schmitz glaubte, dass er das Experiment besser kontrollieren könne als Herr Wenger. Er verteilte Zettel nur an die Schüler, sodass die Lehrer auf keinen Fall etwas von seinem Vorhaben mitbekamen. Auf dem Zettel stand, dass sich alle Schüler heimlich in der Aula treffen sollten und kein Erwachsener etwas davon erfahren dürfe. 

Am nächsten Tag trafen sich alle Schüler und Herr Schmitz in der Aula. Alle fragten sich, warum sie niemandem davon erzählen durften und was der Grund für dieses Treffen sei. Herr Schmitz erklärte den Schülern, dass er zwar neu an der Schule sei, aber mitbekommen habe, was zuvor passiert war. Er sagte auch, dass ihm gefiel, was Herr Wenger getan hatte, und dass er es ebenfalls versuchen wollte – nur eben strenger, damit es nicht außer Kontrolle gerate. 

Herr Schmitz fragte die Schüler, wer damit einverstanden sei: Wer es für eine gute Idee hielt, sollte aufstehen; der Rest sollte gehen und so tun, als hätte es das Treffen nie gegeben. Viele waren sich unsicher und blieben zunächst sitzen. Als Herr Schmitz das sah, fragte er nach dem Grund für ihre Zurückhaltung. Die Schüler antworteten, dass sie Zweifel hätten. Daraufhin erklärte Herr Schmitz, wie spannend es wäre, diese Erfahrung noch einmal zu machen, jedoch in einer verbesserten Form. Schließlich ließen sie sich überzeugen, dass ein zweiter Versuch nicht schaden würde. 

Herr Schmitz erklärte den Ablauf: Sie wollten am Montag beginnen und das Experiment bis Freitag durchführen. Er stellte einige Regeln auf, wovon die wichtigste lautete, dass niemand aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden dürfe. Zudem sollte jeder ein blaues Hemd und eine blaue Hose tragen, damit man die Gruppe als starke, zusammenhaltende Einheit erkenne. Alle waren einverstanden. 

Als sie sich am Montag trafen, trugen alle die vorgeschriebene Kleidung. Die Teilnehmer der neuen Diktatur versammelten sich mit Herrn Schmitz in einem Raum. Er begann mit dem Unterricht. Als manche Schüler einfach in die Klasse riefen, wies er sie an, sich beim nächsten Mal erst zu melden. Sobald sie aufgerufen würden, müssten sie aufstehen und erst dann ihre Antwort sagen. So verfuhren sie von nun an immer; wer es vergaß oder sich nicht daran hielt, wurde bestraft. 

Jeden Tag lernten sie etwas Neues dazu. Für das Ende der Woche planten sie eine Veranstaltung für die gesamte Schule, um zu zeigen, dass ein solches System für alle von Vorteil sein könnte. Sie überlegten sich, wie sie die Schulleitung davon überzeugen könnten, das Projekt auf die ganze Schule auszuweiten. Sie planten Aktionen, die verdeutlichen sollten, dass man als Gemeinschaft viel mehr erreichen kann als allein, da Zusammenhalt das Wichtigste sei. Sie halfen anderen Schülern, wo sie nur konnten. 

Dies fiel dem Schulleiter natürlich auf. Er wunderte sich, dass Schüler, die zuvor als frech und unberechenbar galten, sich so schnell verändert hatten. Er fragte Herrn Schmitz danach, doch dieser antwortete nur, dass er es am Freitag früh genug erfahren würde. Der Schulleiter meinte daraufhin, dass er schon sehr gespannt sei. 

Am nächsten Tag berichteten die Schüler Herrn Schmitz von ihren guten Taten für die Gemeinschaft. Herr Schmitz schlug vor, eine eigene Webseite zu erstellen, um dort alles zu dokumentieren. Die Idee fanden alle super. Ein paar Schüler taten sich zusammen und begannen, an Herrn Schmitz’ Computer zu arbeiten. Dort entdeckten sie jedoch, dass sie von einer anderen Gruppe aus der Stadt bedroht wurden. Da sie bereits während der Zeit unter Herrn Wenger viele Wände besprüht und dabei das Zeichen einer anderen, gefährlichen Gruppe übermalt hatten, gab es damals schon Streit, der jedoch als geklärt galt. Anscheinend hatte sich diese Gruppe nun per E-Mail gemeldet. 

Sie sagten sofort Herrn Schmitz Bescheid. Dieser war außer sich und beschloss, die Sache zu klären. Sie schickten der Gruppe eine Nachricht zurück und schlugen ein Treffen vor, um in Ruhe zu reden. Das Treffen fand am Donnerstagnachmittag am Bahnhof statt. Die andere Gruppe erschien zehn Minuten zu spät und war deutlich in der Überzahl, doch die Gruppe von Herrn Schmitz ließ sich nicht einschüchtern. Herr Schmitz ging zur anderen Gruppe, er fragte, wie sie heißen würden. Sie meinten, sie würden „Die Asses“ heißen. Er fragte, wie man dieses Problem lösen könne, doch auf einmal holte jemand der Asses ein Messer hervor, ohne, dass jemand davon mitbekam. Er antwortete: „Keine Ahnung“, und ging näher zu Herrn Schmitz, „vielleicht so.“ Er stach Herrn Schmitz fünf mal hintereinander in die linke Brusthälfte. Herr Schmitz fiel auf den Boden und war direkt tot. Die Asses guckten sich alle gegenseitig an und rannten weg. Die Schüler laufen zu Herrn Schmitz‘ Leiche und riefen Polizei und Krankenwagen. Bei deren Ankunft erzählten sie, was alles passiert war. 

Von diesem Moment an schworen sich alle, die Welle niemals mehr zu erwähnen oder auch nur daran zu denken, da ihr erster Lehrer im Gefängnis saß und der zweite nun tot war. 

Über den Vorfall wurde in der Zeitung, den Nachrichten und sonst überall berichtet. Es wurde gewarnt solche Dinge nicht zu unternehmen, da sie sehr gefährlich oder lebensbedrohlich werden würden. 

Vom Außenseiter zum Mitläufer – Tim in „Die Welle“

von Romy Weiß

Der Film „Die Welle“ aus dem Jahr 2008 handelt von einem Schulexperiment, bei dem ein Lehrer zeigt, wie schnell eine Gruppe zu einer Art Bewegung oder Diktatur werden kann. Tim ist ein Schüler, der an diesem Projekt teilnimmt. Er ist eher ein Außenseiter und hat anfangs nicht viele Freunde. Seine Rolle ist wichtig, weil er sich extrem durch die Welle verändert und er zeigt, wie stark Gruppenzwang wirken kann.  

Tim ist anfangs ein Außenseiter, der sehr unsicher wirkt. Er hat wenig Freunde und wird von anderen oft nicht beachtet. Man merkt, wie sehr er sich nach Anerkennung sehnt und gerne irgendwo dazugehören möchte. 

Dann startete das Experiment die Welle, welches von dem Lehrer Herr Wenger geleitet wird. Er will zeigen, wie Diktaturen entstehen und warum Menschen ihnen folgen. Schüler bekommen Regeln, z.B. Kleiderordnung, Disziplin, Begrüßung usw. Alle sollen sich ähnlich verhalten, Kritik soll nicht akzeptiert werden. Das gibt ein Gemeinschaftsgefühl und dadurch entsteht die Bewegung, die immer extremer wird.  

Im Laufe des Experiments verändert sich Tim sehr stark. Er fühlt sich durch die Welle akzeptiert und Teil einer Gemeinschaft. Tim nimmt die Regeln sehr ernst und identifiziert sich immer mehr mit der Bewegung. Dabei wird er immer fanatischer und verteidigt die Welle gegenüber anderen, die sie kritisieren. Selbst bemerkt er gar nicht mehr, wie extrem alles geworden ist. Der Besuch bei Herrn Wenger oder die Spray Aktion in der ganzen Stadt zeigen dies deutlich.  

Tim ist völlig von der Welle überzeugt und hat komplett den Bezug zur Realität verloren. Die Welle ist nun das Wichtigste in seinem Leben. Er ist am Ende das perfekte Beispiel dafür, wie sehr Gruppenzwang einen Menschen verändern kann. Als das Experiment außer Kontrolle gerät, wird deutlich, wie gefährlich und schnell so ein einfaches Projekt seinen Faden verlieren kann. Nachdem Herr Wenger das auch erkannte, ordnete er eine Versammlung an. Die Situation eskalierte und Tim zeigt, wie sehr er sich in der Welle verloren hat, was schließlich in einer tragischen Selbstmordsituation endete. 

Ich finde Tims Entwicklung erschreckend, weil ich es spannend und am Ende aber auch irgendwo lehrreich finde.  

Der Film zeigt außerdem die Parallelen zum Nationalsozialismus, da deutlich wird, wie schnell Menschen durch Gruppenzwang und Gehorsam beeinflusst werden können. 

Die Welle – Fortsetzung​ von Aaliyah Gerke

Die Aula war leer. Wochen waren vergangen, seit Herr Wenger abgeführt wurde. Die Bilder dieses Tages ließen niemanden los: Schreie, Sirenen, Tims Schuss. Und dann die Stille.​Die Schule hatte eine Art Hilfezentrum eingerichtet. Psychologen kamen und gingen. Niemand sprach gerne darüber – aber alle dachten daran.​Caro konnte nachts kaum schlafen. Immer wieder sah sie Tim vor sich. Wie überzeugt er gewesen war. Wie fanatisch. Wie allein. Sie fragte sich: Hätten wir es früher stoppen können?​

Marco vermied inzwischen jeden Kontakt zu den anderen aus der „Welle“. Er schämte sich für das, was er getan hatte. Für die Einschüchterung, die Gewalt… Besonders für den Moment, als er beinahe selbst die Kontrolle verloren hätte.​

Herr Wenger saß währenddessen in Untersuchungshaft. Die Medien stürzten sich auf den Fall. „Lehrer gründet Sekte“, titelte eine Zeitung. Für viele war er der alleinige Schuldige. Doch im Gefängnis begann er zu schreiben. Keine Rechtfertigung, sondern eine Analyse. Wie hatte ein simples Experiment so eskalieren können? Warum hatte er die Warnzeichen ignoriert? Und warum hatte die Gruppe so bereitwillig mitgemacht?​

Er erkannte, dass es nicht nur um Autorität ging. Es ging um Zugehörigkeit. Um Identität. Um das Bedürfnis, Teil von etwas Größerem zu sein.​Monate später kehrte langsam Normalität ein. Die „Welle“-Symbole waren verschwunden. Doch etwas hatte sich verändert.​Caro gründete eine Projektgruppe mit dem Namen „Verantwortung“. Kein Anführer. Keine Uniform. Keine Symbole. Jeder durfte sprechen. Auch widersprechen. Überraschenderweise kam Marco eines Tages dazu. Zögerlich setzte er sich in die letzte Reihe.​„Wir müssen darüber reden, warum es so leicht war“, sagte Caro, „Nicht nur über Herrn Wenger, sondern auch über uns.“​

In den folgenden Monaten wurde die Projektgruppe „Verantwortung“ zu einem festen Bestandteil des Schulalltags. Anfangs kamen nur wenige. Viele hatten Angst, wieder in etwas hineingezogen zu werden. Andere wollten einfach vergessen. Doch Caro blieb geduldig. Es ging nicht um Anklagen. Es ging ums Verstehen. Sie lasen Briefe über historische Bewegungen, diskutierten über Gruppenzwang und darüber, wie schnell Ausgrenzung beginnt. Marco meldete sich eines Tages zögernd. Seine Stimme war unsicher, aber klar.​„Ich habe damals nicht mitgemacht, weil ich böse sein wollte“, sagte er. „Ich wollte dazugehören. Endlich wichtig sein.“​Es wurde still im Raum. Viele nickten. Zum ersten Mal sprachen sie ehrlich über ihre eigenen Motive.​

Herr Wenger wurde nach einigen Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen. Er durfte vorerst nicht unterrichten. In einem Brief an die Klasse schrieb er, dass er jeden Tag über seine Fehler nachdenke. Dass ein Lehrer führen, aber niemals verführen dürfe.​Als er, nachdem er entlassen wurde, nach Hause gegangen ist, fand er es nicht, da es abgerissen wurde, weil anonym jemand gesagt hatte, dass Herr Wenger dort Drogen verstecken würde.​

Herr Wengers Frau hatte sich von ihm geschieden und ist zwei Monate später mit einem neuen Mann verlobt. Dort wohnte sie glücklich mit ihrem Mann und ihrem zweijährigem Sohn Phillip. 

Die Welle – Fortsetzung von Lasse Jung

Nach 18 Jahren Gefängnis wird Herr Wenger endlich entlassen. Die Zeit dort hat ihn verändert, und er bereut sehr, was damals passiert ist. Als Erstes geht er zurück zu seiner alten Schule. Die Gänge sind leer, überall hängen noch alte WellenGraffitis, und sogar die Stühle in der Aula stehen noch so wie bei der letzten Versammlung. Das alles trifft ihn sehr, und er merkt, dass er etwas wiedergutmachen muss. 

Er versucht herauszufinden, was aus seinen früheren Schülern geworden ist. Karo ist inzwischen Politikerin und setzt sich stark für Demokratie ein. Trotzdem hat sie die Ereignisse von damals nie richtig verarbeitet. Als Wenger sie besucht, schreit sie ihn an und will nichts von ihm wissen. Das verletzt ihn, aber er versteht, warum sie so reagiert. 

Um etwas Gutes zu tun, bewirbt er sich unter dem falschen Namen Erwin Ranger als Sozialarbeiter an einer Schule in Berlin. Er hat Angst, dass man ihn sonst ablehnen würde. Tatsächlich wird er eingestellt. Doch gleich am ersten Tag trifft er im Lehrerzimmer auf Marko, der jetzt selbst Lehrer ist. Bevor Marko ihn erkennt, flieht Wenger aus dem Raum. 

Mit der Zeit merkt er, dass an der Schule etwas Seltsames passiert. Eine Gruppe von Schülern nennt sich „Die Flut“ und verbreitet Aufkleber und Botschaften, die ihn stark an die „Welle“ erinnern. Ein Schüler vertraut ihm an, dass er unter Druck gesetzt wird. Für Wenger ist klar: Er muss eingreifen. 

Er glaubt, dass nur Marko von seiner Vergangenheit weiß und vielleicht dahintersteckt. Schließlich stellt er ihn zur Rede. Marko erkennt sofort den Tarnnamen und ist schockiert. Als Wenger ihn verdächtigt, wird Marko wütend. Er sagt, dass er nach allem, was damals passiert ist, niemals wieder so etwas zulassen würde. Dann steigt er ins Auto und fährt weg. Wenger bleibt allein zurück und fragt sich, ob er schon wieder alles falsch gemacht hat. 

Eine Woche später erfährt er, dass ein Schüler bei einem Unfall verunglückte. Er findet heraus, dass dieser vor den Mitgliedern „Der Flut“ gejagt worden war, weil er nicht mehr mitmachen wollte. Die ganze Schule ist entsetzt über den Vorfall, ohne jedoch die Hintergründe zu kennen, da die „Flut“-Mitglieder von einem zufälligen Unfall reden. Herr Wenger will der Schule helfen und den Anstifter der „Flut“ finden. Doch alle seine Bemühungen führen ins Nichts.  

Schließlich erkennt er die Gefahr. Es ist nicht immer die eine Person. Es sind die Menschen, die sich anstiften lassen und Gefahren nicht erkennen – Bis es schließlich zu spät ist. Doch dahin will es Herr Wenger nicht kommen lassen. Er hat einen Plan. 

Am nächsten Morgen hängen in der ganzen Schule Zeitungsartikel und Bilder von dem „Welle“-Vorfall vor 18 Jahren. Die Schüler beachten diese jedoch kaum und lachen zunächst. Doch die „Flut“-Leute schauen genauer hin und erkennen die Bedrohung für sie. Deshalb versuchen sie, die Artikel und Fotos heimlich zu entfernen. Doch dabei werden sie von einer Gruppe Schülern erwischt. Diese wundern sich darüber und schauen sich die Artikel zum ersten Mal genauer an und verstehen. Sie erkennen die Parallelen zu ihrer Schule. 

So gewarnt wollen sie den Vorfall melden, aber plötzlich ziehen die „Flut“-Mitglieder Messer und bedrohen die Schüler. Ein Mädchen versucht zu fliehen, doch da sticht ein Junge der „Flut“ schon zu und trifft das Mädchen am Arm. Schreiend reißt sie sich los und stolpert um die Ecke. Dort prallt sie auf Herrn Wenger. Doch er ist nicht allein. Neben ihm stehen mehrere Polizisten. Diese bemerken die tiefe Wunde am Arm und eilen in den nächsten Gang, wo sie auf die „Flut“-Leute mit den Messern treffen. Diese erkennen die Lage sofort. Ein Junge greift geistesgegenwärtig einen der unschuldigen Jungen und hält ihm das Messer an die Kehle. Er droht den Polizisten, die mittlerweile ihre Waffen gezogen haben. Da kommt Herr Wenger und redet auf den Jungen ein. Dieser muss schlucken und erkennt, dass es gelaufen ist. Bestürzt über sein Verhalten lässt er den anderen los und lässt sich widerstandslos festnehmen. 

Einige Tage später geht auch dieser Fall durch die Presse. Alle loben Herrn Wenger. Dieser berichtet erneut über die Gefahr, die er vor 18 Jahren selbst unterschätzt hat. Damit hofft er, die Leute auch in Zukunft zum Nachdenken anzuregen und das Schlimmste zu verhindern. 

Windows: Ein Standard, der sich selbst abschafft​

Windows: Ein Standard, der sich selbst abschafft​

Das Problem 

Windows ist seit Langem der Standard für Privatcomputer. Doch ich finde, diesen Titel verdient das Betriebssystem heute nicht mehr. Es zerstört sich buchstäblich selbst: Es werden immer stärker KI-Funktionen wie Copilot direkt in die Oberfläche integriert, die prominent platziert und für viele Nutzer kaum vollständig deaktivierbar sind. Gleichzeitig werden umfangreiche Telemetriedaten über Nutzung, Systemeinstellungen und Fehlerberichte gesammelt, wobei für viele Anwender nur schwer nachvollziehbar ist, welche Daten genau erfasst und wie sie verwendet werden. Dazu kommt immer mehr Eigenwerbung im System: App-Empfehlungen im Startmenü, Hinweise auf Microsoft-365-Abos oder OneDrive-Speicher und Vorschläge auf dem Sperrbildschirm. Und das in einem System, für das Nutzer bereits eine teure Lizenz bezahlt haben. 

Open Source 

Für all das gibt es jedoch eine Lösung: Linux und generell Open Source. Das bedeutet, dass jeder den Quellcode eines Programms einsehen und bearbeiten kann. Ein solches Projekt wird von einer freien Community verwaltet, anstatt von einer einzelnen Firma kontrolliert zu werden. Ich nutze diese Alternativen täglich privat und habe kaum Probleme.​ 

Limitierungen 

Das einzige echte Hindernis ist, dass Open-Source-Projekte oft nicht genügend unterstützt werden und daher mit Programmen wie der Adobe-Familie noch nicht mithalten können. Doch wenn Open Source genügend Unterstützung bekäme, könnten diese Projekte irgendwann sogar die großen Marken übertreffen. 

Es ist Zeit, dass wir aufhören, Milliarden in geschlossene Systeme zu pumpen, während die Lösung frei für uns bereitsteht. Wir müssen uns nur trauen, das Fenster zu öffnen.​ 

Weniger Ball. Mehr Vielfalt! – Wie der Sportunterricht besser laufen könnte

Weniger Ball. Mehr Vielfalt! – Wie der Sportunterricht besser laufen könnte

Wer den Ball nicht sicher fängt, keinen harten Schuss schafft oder bei der Teamwahl zuletzt übrigbleibt, erlebt schnell, wie aus Bewegung reine Bloßstellung wird. Statt Motivation entsteht Unsicherheit und der Sportunterricht wird für manche zum wöchentlichen Hindernis. Doch wenn größtenteils nur Ballsportarten behandelt werden, kann das auch noch ganz andere Nachteile haben. 

Die Aachener Zeitung schreibt, dass die meisten Unfälle im Schulsport, nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern, bei Ballsportarten passieren. Was auch kein Wunder ist, wenn man über die Hälfte der Zeit mit Ballsport verbringt. Typische Verletzungen sind Verstauchungen und Prellungen. Eine Schülerin bestätigt diese Aussage: „Ich habe mich innerhalb eines Monats dreimal im Schulsport bei Basketball verletzt!“  

 

Nicht jeder ist ein Balltalent 

Woher soll man die Grundfähigkeiten haben?! Schüler bekommen schlechte Noten, da fast nur Ballsportarten behandelt werden und sie deshalb nicht zeigen können, wo ihre Stärken liegen. Jeder hat Stärken und Schwächen, daher sollte man nicht nur mit seinen Schwächen konfrontiert werden. Dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken und Schwächen hat, ist besonders im Sport deutlich erkennbar, da körperliche und mentale Fähigkeiten direkt gemessen und verglichen werden. Es gibt keinen Sportler, der in jeder Disziplin perfekt ist. Von uns kann also nicht erwartet werden, dass wir in jeder Sportart perfekt sind. 

 Ballsportarten können aber auch vielfältig sein und den Teamgeist fördern. Besonders für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Freizeit keinen Sport treiben, kann dies auch eine Inspiration für sie sein, dadurch kann man feststellen, welche Sportarten einem liegen. 

 

Doch Herr Ludwig, unser Sportlehrer, ist selbst der Meinung, dass es einen Nachteil an Ballsportarten gibt, und zwar die Angst vor Bällen. Doch er hat uns auch gesagt, dass man mit Hilfe von Softbällen die Angst überwinden könnte. Allerdings kann man auch mit einem Softball hart werfen, was sich bei uns im Sportunterricht oft zeigt. Laut Lucy aus der 9a, ist eine Folge des Ballsports über lange Zeit, ein schlechtes Selbstwertgefühl. Dies können wir bestätigen, denn aus eigener Erfahrung haben wir gemerkt, dass man unzufriedener mit sich selbst wird, da man bestimmte Aufgaben nicht erfüllen kann. Auch durch negative Kommentare des eigenen Teams kann das Selbstwertgefühl sinken. 

Der Lehrplan sieht vor, dass man gewisse Ballsportarten behandelt, teilte uns Herr Ludwig noch mit.  Letztendlich ist es nicht schlecht, Ballsportarten zu behandeln, allerdings könnte man es vielfältiger gestalten und auch andere Sportarten thematisieren, beispielsweise Tennis oder Yoga.